Erklärung Mineralstoffe

Lesedauer < 1 Minute

Mineralstoffe sind lebensnotwendige, anorganische Mikronährstoffe, die der Körper nicht selbst herstellen kann, sondern über die Nahrung oder das Trinkwasser aufnehmen muss. Sie liefern keine Energie, sind aber für Funktionen wie den Knochenaufbau, die Reizweiterleitung in den Muskeln und den Wasserhaushalt unverzichtbar.

Einteilung: Mengen- und Spurenelemente

Abhängig davon, wie viel der Körper von ihnen benötigt, werden sie in zwei Gruppen unterteilt:

  • Mengenelemente (Makroelemente): Von diesen Stoffen benötigt der Körper mehr als 50 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Dazu gehören Calcium, Magnesium, Natrium, Kalium, Phosphor und Chlorid.
  • Spurenelemente (Mikroelemente): Der Organismus benötigt sie nur in winzigen Mengen (weniger als 50 mg/kg). Bekannte Beispiele sind Eisen, Zink, Jod, Fluorid und Selen. (Eine Ausnahme bildet Eisen, das mengenmäßig häufiger im Körper vorkommt, aber funktionell zu den Spurenelementen gezählt wird.)

Funktionen im Körper:

Mineralstoffe sind an zahllosen Prozessen im Körper beteiligt:

  • Baustoffe: Calcium und Phosphor sind essenziell für die Stabilität von Knochen und Zähnen. Eisen ist Hauptbestandteil des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin, der den Sauerstoff transportiert.
  • Regulation: Natrium und Kalium sind sogenannte Elektrolyte. Sie steuern den Flüssigkeitshaushalt und leiten Nervenimpulse weiter, damit Muskeln sich zusammenziehen können.
  • Enzyme und Hormone: Jod wird von der Schilddrüse benötigt, um lebenswichtige Hormone zu bilden.

Aufnahme und Bedarf

Da Mineralstoffe anorganisch sind, werden sie beim Kochen oder Braten in der Regel nicht zerstört. Bei einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung – etwa mit viel Gemüse, Vollkornprodukten und Milchprodukten oder pflanzlichen Alternativen – ist der tägliche Bedarf in der Regel gedeckt.

Obwohl sie in fast allen Lebensmitteln stecken, kann in besonderen Lebenslagen (z.B. in der Schwangerschaft oder bei rein pflanzlicher Ernährung) der Bedarf an bestimmten Mineralstoffen erhöht sein. Eine gezielte Zufuhr durch Nahrungsergänzungsmittel sollte jedoch immer erst nach Rücksprache mit einem Arzt oder einer Ernährungsfachkraft erfolgen, um eine schädliche Überdosierung zu vermeiden.